Bitten eines kleinen Hundes   

     1. Ich lebe vielleicht 15 Jahre und möchte
       dieses kleine Leben mit Dir teilen.
        Bitte lass mich nicht so allein,
             das Warten fällt mir gar so schwer. 


2.  Schimpf nicht zu laut mit mir,
                 ich wollte
Dich doch nicht ärgern! 
              Wenn ich erst
einmal verstanden habe,
         was Dir wichtig ist,

  werde ich es bestimmt gern tun. 

 

        3.   Bitte schlag mich nie, ich würde
                         lange brauchen mich davon zu erholen. 
                         Mein ganzes Vertrauen ist in Dich gepflanzt,
                    und Du würdest es erschüttern..

     

 4.   Bitte sperr mich nicht ein, 
                        auch nicht um mich zu bestrafen,
                  das verstehe ich nicht.
                        Ich möchte doch das tun, was Dir gefällt.

     

      5.  Wenn ich Dich nicht verstehe,
                        lass es uns noch einmal versuchen,
                        denn so dumm bin ich eigentlich nicht -
                        vielleicht
brauchen wir nur eine Pause?

  

               6.  Denk daran, dass ich ein eigenes
                   kleines Leben habe, ich bin kein Gerät,
                        das man wegstellen kann, ich bin immer da!

          

                 7.  Wenn ich irgenwann einmal alt bin,
                   lass mich auch dann nicht allein,
                        ich verstehe
es doch selbst nicht,
                        warum dann manchmal
 alles etwas länger dauert.

       
 

           

Mein Abschied von Dir und aus diesem Leben
      fällt mir mit Deiner Hilfe etwas leichter.

 

                                     

                      

                         Warum?

                         Du hast in meine Augen gesehen,
                         da war es schon um dich geschehen.
                         Du hast mich mit nach Hause genommen,
                         ich bin ganz neugierig mitgekommen.

 

                         Du hast mich stolz spazieren geführt,
                         die Bewunderung der Passanten gespürt.
                         Du hast mit mir getobt und gespielt,
                         und dich eine Weile glücklich gefühlt.

 

                         Dann hab ich auf den Teppich gemacht.
                         Da hast du nicht mehr so freudig gelacht.
                         Dann musstest du fort, ich weiß nicht wohin,
                         ich hab nur gespürt, wie lästig ich bin.

 

                         Dann wurde ich größer, dir fehlte die Zeit.               
                         Ich wollte zwar brav sein, doch bald gab es Streit.
                         Dann hab´ ich vor Frust die Möbel zerkaut,
                          das war dir zuviel, und du wurdest laut.


                         Du hast von Erziehung und Härte gesprochen,
                          und ich habe deinen Zorn gerochen.
                          Du hast mich verbannt aus deinem Haus,
                          aus dem Zwinger kam ich nur noch selten raus.

 

                         Du hast mir Futter und Wasser gegeben und
                         gedacht, das sei genug für mein Leben.
                        Du hast ein neues Spielzeug gefunden - 
                         hattest die Nase voll von uns Hunden.

                          Dann wurde ich krank, lag einsam im Stroh,
                         ich dachte, mein Herz wird nie wieder froh.
                         Dann hast du bei mir nicht mehr sauber gemacht,
                         mir nur noch meinen Fressnapf gebracht.

   
   

                         Dann hab´ ich gewusst, bald ist es vorbei,
                          denn niemand hört meinen stummen Schrei.
                          Dann ging ich hinüber, weit von dir fort,
                           an einen neuen, besseren Ort.

 

                          Es bleibt nur ein trauriger Blick zurück.
                          Soviel Leid für ein klein wenig Glück?
                          Ich frage dich, warum liebtest du mich?
                          Ich war doch nur ein Spielzeug für dich.

 

                           Du hast mich gewollt, du hast mich bekommen.
                           Du hast mir mein ganzes Leben genommen.
                           Warum liebtest du mich? Hast mich niemals begriffen.
                           Hast auf alle meine Gefühle gepfiffen.
                           Dein Herz ist kalt. Wird niemals warm.
                           Bei all dem Spielzeug bist du - arm . . .

 

         

 

Der billige Hund Die traurige Geschichte von Lea

Dies ist die Geschichte von Lea, einem Hund, der von einem illegalen Hundehändlern stammt. Hunde von Züchtern kosten zwischen 500-1500 Euro. Wenn Sie Ihren Hund bei Hundehändlern oder Schwarzzüchtern kaufen ,bezahlen Sie nur 200-400 Euro. Doch die Folgekosten sind viel höher als der Preis eines Welpen, den Sie bei einem guten Züchter kaufen.


Ich weiß nicht mehr wo ich geboren bin. Es war eng und dunkel und
nie spielte ein Mensch mit uns.
Ich erinnere mich noch an Mama und ihr weiches Fell, aber sie war
oft krank und sehr dünn.


Sie hatte nur wenig Milch für mich ,meine Brüder und Schwestern.
Die meisten von ihnen waren plötzlich gestorben. Als sie mich von meiner Mama wegnahmen hatte ich furchtbare Angst und war so traurig. Meine Milchzähne waren kaum durchgestoßen und ich hätte meine Mama doch noch so sehr gebraucht. Arme Mama ,es ging ihr so schlecht. Die Menschen sagten, dass sie jetzt endlich Geld wollten und dass das Geschrei meiner Schwestern und mir Ihnen auf die Nerven ging.

So wurden wir eines Tages in eine Kiste verladen und fortgebracht. Wir kuschelten uns aneinander und fühlten ,wie wir beide zitterten, ohnmächtig vor Angst. Niemand kam ,um uns zu trösten. All diese seltsamen Geräusche und erst noch die Gerüche wir sind in einem PETSHOP,
einem Laden, wo es viele Tiere gibt. Einige miauen, andere piepsen, einige pfeifen. Wir hörten auch das Wimmern von anderen Welpen. Meine Schwestern und ich drücken uns eng zusammen in dem kleinem Käfig. Manchmal kommen Menschen uns anzuschauen, oft ganz kleine Menschen, die sehr fröhlich aussehen, als wollten sie mit uns spielen.

Tag um Tag verbringen wir in unserem kleinem Käfig. Manchmal packt uns jemand und hebt uns hoch, um uns zu begutachten. Einige sind freundlich und streicheln uns andere sind grob und tun uns weh. Oft hören wir sagen: "OH ,sind die süß, ich will eines" aber dann gehen die Leute wieder fort. Letzte Nacht ist meine Schwester gestorben. Ich habe meinen Kopf an ihr weiches Fell gelegt und gespürt, wie das Leben aus dem dünnen Körperchen gewichen ist. Als die Händler sie am Morgen aus dem Käfig nehmen, sagen sie, meine Schwester sei krank gewesen und ich solle verbilligt abgegeben werden, damit ich bald wegkomme. Niemand beachtet mein leises Weinen, als meine kleines Schwesterchen weggeworfen wird. Heute ist eine Familie gekommen und hat mich gekauft!

Jetzt wird alles gut ! Es sind sehr nette Leute ,die sich tatsächlich für MICH entschieden haben. Sie haben gutes Futter und einen schönen Napf dabei und das kleine Mädchen trägt mich ganz zärtlich auf den Armen. Ihr Vater und ihre Mutter sagen, ich sei ein ganz süßes und braves Hündchen. Ich heiße " Lea ".

Ich darf meine neue Familie sogar abschlabbern ,das ist wunderbar. Sie lehren mich freundlich, was ich tun darf und was nicht, passen gut auf mich auf ,geben mir herrliches Essen und viel ,viel Liebe. Nichts will ich mehr, als diesen wunderbaren Menschen gefallen und nichts ist schöner als mit dem kleinen Mädchen herumzutollen und zu spielen.

Erster Besuch beim Tierarzt. Es war ein seltsamer Ort, mich schauderte. Ich bekam einige Spritzen. Meine beste Freundin, das kleine Mädchen, hielt mich sanft und sagte, es wäre oK, dann entspannte ich mich .Der Tierarzt schien meinen geliebten Menschen traurige Worte zu sagen, sie sahen ganz bestürzt aus .Ich hörte etwas von schweren Mängeln und von Herzfehlern. Er sprach von wilden Züchtern und dass meine Eltern nie gesundheitlich getestet worden seien. Ich habe nichts von alledem begriffen, aber es war so furchtbar, meine Familie so traurig zu sehen.

.Jetzt bin ich 6 Monate alt. Meine gleichaltrigen Artgenossen sind wild und stark, aber mir tut jede Bewegung schrecklich weh. Die Schmerzen gehen nie weg .Außerdem kriege ich gleich Atemnot, wenn ich nur ein wenig mit dem Mädchen spielen will.

Ich möchte so gerne ein kräftiger Hund sein, aber ich schaffe es einfach nicht. Vater und Mutter sprechen über mich .Es bricht mir das Herz, alle so traurig zu sehen. In der Zwischenzeit war ich oft beim Tierarzt und immer hieß es "genetisch" und "nichts zu machen". Ich möchte draußen in der warmen Sonne mit meiner Familie spielen, möchte rennen und hüpfen. Es geht nicht. Letzte Nacht war es schlimmer als eh und je. Ich konnte nicht einmal aufstehen um zu trinken und nur noch schreien vor Schmerzen. Sie tragen mich ins Auto. Alle weinen .Sie sind so seltsam. Was ist los ? War ich böse ??
Sind sie am Ende böse auf mich ? Nein ,Nein ,sie liebkosen mich ja so zärtlich. Ach wenn nur diese Schmerzen aufhörten!

Ich kann nicht mal die Tränen vom Gesicht des kleinen Mädchen ablecken, aber wenigstens erreiche ich ihre Hand .Der Tisch beim Tierarzt ist kalt. Ich habe Angst. Die Menschen weinen in mein Fell. Ich fühle, wie sehr sie mich lieben. Mit Mühe schaffe ich es ,Ihre Hand zu lecken. Der Tierarzt nimmt sich heute viel Zeit und ist sehr freundlich und ich empfinde etwas weniger Schmerzen. Das kleine Mädchen hält mich ganz sanft, ein kleiner Stich .......Gott sei Dank der Schmerz geht zurück.

Ich fühle tiefen Frieden und Dankbarkeit. Ein Traum, ich sehe meine Mama ,meine Brüder und Schwestern auf einer großen grünen Wiese. Sie rufen mir zu ,dass es dort keine Schmerzen gibt, nur Frieden und Glück. So sage ich meiner Menschenfamilie Auf Wiedersehen auf die einzige mir mögliche Weise, mit einem sanften Wedeln und einem kleinen Schnuffeln. Viele Jahre wollte ich mit euch verbringen, es hat nicht sein sollen .Statt dessen habe ich euch so viel Kummer gemacht.

Es tut mir leid, ich war halt nur eine Händlerware.

" LEA" 1999 J Ellis bewilligte Übersetzung von E. Wittwer

 

         

 

Der Brief eines Hundes an sein Herrchen !
 

Am Morgen bist Du sehr früh aufgestanden und hast die Koffer gepackt. Du nahmst meine Leine, wie war ich glücklich !
Noch ein kleiner Spaziergang vor den Ferien, wie schön !

 

Wir fuhren mit dem Wagen und Du hast am Straßenrand angehalten.
Die Tür ging auf und Du hast einen Stock geworfen.
Ich lief und lief bis ich den Stock gefunden und zwischen meinen Zähnen hatte, um ihn Dir zurückzubringen.

 

Als ich zurückkam, warst Du nicht mehr da !
In Panik bin ich in alle Richtungen gelaufen, um Dich zu finden aber vergebens.

Ich lief Tag für Tag, um Dich zu finden und wurde immer schwächer.
Ich hatte große Angst und großen Hunger.
Ein fremder Mann kam, legte mir ein Halsband um und nahm mich mit.

Bald befand ich mich in einem Käfig und wartete dort auf Deine Rückkehr.
Aber Du bist nicht gekommen.
Dann wurde der Käfig geöffnet.
Nein Du warst es nicht.
Es war der Mann, der mich gefunden hatte.
Er brachte mich in einen Raum es roch nach Tod !
Meine Stunde war gekommen.
Geliebter Mensch, ich will, dass Du weißt, dass ich mich trotz des Leidens, dass Du mir angetan hast, noch stets an Dein Bild erinnere
und falls ich noch einmal auf die Erde zurückkommen könnte
ich würde auf Dich zulaufen, denn ich hatte Dich lieb. 


( Urheber unbekannt
)

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